Ich gehöre ja noch zu der Generation, in der es nur eine Sorte Ü-Ei gab. Das fand ich eigentlich auch immer ganz gut so. Die Sammelfiguren wollte ich eigentlich eh nie wirklich, ich wollte puzzlen und baun. Als vor ein paar Jahren dann das "Überraschungsei für Mädchen" eingeführt wurde, habe ich mich nur gefragt, was der Mist soll. Ich habe mich nie seltsam gefühlt, wenn meine Mutter meinem älteren Bruder und mir jeweils ein Ü-Ei mitgebracht hatte vom einkaufen. Habe mich nie gefragt, wieso es eigentlich nicht ein extra pinkenes Ü-Ei für Mädchen gibt. Es war eher umgekehrt, dass wir Kinder immer neugierig waren, was drin war und verglichen haben. Am besten war es natürlich, wenn wir beide etwas zum baun hatten und der Wettstreit entstand, wer zuerst fertig war.Aber die Zeiten sind nun ja leider vorbei, da das Ü-Ei für Mädchen so etwas gar nicht mehr zulassen kann. Mädchen müssen sich ja geradezu verpflichtet fühlen dieses pinkene Ü-Ei zu wollen, während die Jungs das als Mädchen-Kram abtun. Sei es wie es ist.Wobei sich für mich persönlich immer die Frage gestellt hat, wieso um allesin der Welt PINK???
Jetzt gibt es seit einigen Wochen im Fernsehen eine Werbung für das "Überraschungsei für Mädchen", in der Barbie in einer 60er Jahre Hausfrauenküche am Herd steht und diese "Köchin" als Traumberuf dargestellt wird. Nun gut wir leben in modernen Zeiten also muss ja ein Stilbruch rein und schwups ist ein anderer Taumberuf präsent, die "Musik-Rockerin".
Entschuldigung, da bekomm ich einfach nur das Würgen. Also ich versetze mich jetzt mal in die Lage eines sagen wir mal 12 jährigen Mädchens. Also entweder man wird Heimchen am Herd (denn eine Profiküche ist das definitiv nicht) oder von der Welt umjubelter Rockstar. Da die Anzahl von umjubelten Rockstars doch eher begrenzt ist, bleibt also nur (bei Betrachtung der Werbung) Heimchen am Herd...
Zugegeben ich war nie ein sonderlich großer Barbiefan, aber genausowenig Fan von Happy Hippos oder was es noch alles an Sammelfiguren gibt. Aber hätte man da nicht einfach mal ein paar realistischerere "Traumberufe" nehmen können, als Köchin in einer Hausküche und Musikrockerin?
kleinemegahexe - 22. Jan, 12:30
Man liest ja immer wieder, dies und das ist gesund, selles und jenes nicht. Letztens auch wieder einen Artikel gelesen, in dem Fertigessen und Essen von Köchen verglichen wurden. Das "schockierende" Ergebnis. Das Essen der Köche ist viel ungesünder, weil - jetzt festhalten- es kalorienreicher wäre.
Das war der Moment, in dem ich mir dachte, "Bitte wie?" Halten wir mal fest: Der Mensch braucht einen gewissen Tagesbedarf an Kalorien um seinem Körper die benötigte Energie zur Verfügung zu stellen. Für einen Menschen mit sitzender Bürotätigkeit ist das meines Wissens um die 1800 kcal. Das "ungesunde" Essen der Köche besaß die Frechheit doch tatsächlich bis zu 700 kcal inne zu haben. Ich weiß ja, dass Mathematik einen eher schlechten Ruf in unserer Gesellschaft besitzt, aber 1800kcal - 700kcal sind immer noch 1100 kcal die der Mensch durch Frühstück und Abendessen zu sich nehmen MUSS, um seinen Energiebedarf zu decken. Ich weiß ja nicht wie es Ihnen geht, geehrte Leser/in, aber ich für meinen Teil esse zum Frühstück max. ein Schälchen Müsli oder eine Scheibe Brot im Normalfall. 1 Portion Müsli mit Früchten besitzt einen Energiewert von 200 kcal laut AOK-Gesundheitsrechner. Zugegeben ich weiß nicht wie groß diese eine Portion sein soll. Wie auch immer. Selbst wenn die Milch nicht dabei ist, die aus der gleichen Quelle 70 kcal pro Portion enthält, sind das 270 kcal. 1100kcal- 270kcal sind nach Adam Riese und Eva Zwerg 830 kcal. Beim besten Willen komme ich Abends beim Abendessen nicht auf einen Energiegehalt von 830kcal. Außer ich esse nochmals warm und nehme einen gehörigen Fehler für meine Annahmen bisher an.
Was will ich damit eigentlich sagen? Nur weil ein essen eine hohe Kalorienzahl hat heißt es nicht automatisch dass es ungesund ist. Es sollte ausgewogen sein, Ballaststoffe, Eiweiße, Vitamine und ja auch Kohlenhydrate. Die haben inzwischen ja auch einen ziemlich schlechten Ruf bekommen.
Apropos, fällt mir dabei ein. Eine Freundin hat mir neulich von einer höchst interessanten Studie erzählt. Glaub die war von Tim Mälzer. Bin mir aber nicht mehr sicher. Jedenfalls ging es darum, dass unterschiedliche Gruppen sich einen bestimmten Zeitraum von 2 Wochen über auf eine bestimmte Weise ernähren sollten. Die einen nur von Fast-Food, die anderen Hausmannkost, die dritten Mittelmeerküche. Die einzige Voraussetzung galt, dass alle am Tag nur eine bestimmte Anzahl von Kalorien zu sich nehmen sollten. Nach dieser Zeit wurden die Probanden untersucht. Alle waren gleich gesund geblieben. Die Blutwerte waren bei allen in Ordnung. Es gab einige Kommentare, dazu dass eine 2 wöchige Studie nichts beweisen würde, und sich der Körper anpassen würde, etc. Ja der Körper passt sich an, aber darum geht es in der Studie ja gar nicht. Die Studie sollte nur zeigen, dass es keine per se ungesunden Nahrungsmittel gibt. Jeder weiß dass man sich nicht von Torten ernähren sollte, aber ein Stück Torte schadet nicht. Jeder weiß, dass wie Vitamine brauchen, aber ein Stück Schokolade schadet nicht. Solange man sich nicht NUR davon ernährt.
Fazit: Solange man darauf achtet, dass man ausgewogen ist, dass man nicht über seinen Hunger hinaus ist und man seinen Energiehaushalt deckt, ist ein kalorienhaltiges Essen genauso gesund wie ein kalorienarmes.
Sprich: Natürlich kann sich ein Mensch, der den ganzen Tag schwere körperliche Arbeit leistet, kalorienhaltigerere Ernährung leisten, weil sein Umsatz einfach höher ist. Ist das ungesund? Nein, solange es ausgewogen ist.
kleinemegahexe - 8. Aug, 11:24
Gerade einen Artikel über Dicke auf Spiegel Online gelesen.
http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/uebergewicht-aechtung-von-dicken-macht-psychisch-krank-a-915007.html
Zugegeben, ein hoher Prozentsatz an übergewichtigen Menschen ist durch zu viel oder durch falsches Essen in Verbindung mit zu wenig Bewegung übergewichtig worden. Aber mir geht es gehörig auf den Nerv, dass der kleine Prozentsatz, der NICHT deshalb übergewichtig ist, immer in den selben Topf geschmissen wird. Es gibt noch andere Erklärungen für Übergewicht als den berühmten Couch-Potato. Die harmloseste ist dabei mit einem Blick über den Teich nach Hollywood. Es wird immer wieder von Schauspieler/in xyz berichtet die sich für die Rolle im Film ABC mehrere Kilos angefuttert hat. Aber die sind bestimmt nur faul und dumm und blöd..
Aber kommen wir mal zu dem weniger amüsanten Teil. Die die zugenommen haben, weil sie krank sind. Und damit meine ich nicht Fettsucht. Nein ich meine ganz einfach beispielsweise weil sie an einer Schilddrüsenerkrankung leiden. Ich selbst habe in den letzten 5/6 Jahren 20 Kilo zugenommen. Und ehrlich gesagt habe ich mich lange Zeit gfragt wieso. Ich hatte mehr Sport gemacht als vorher und eigentlich weniger gegessen, als in den Jahren zuvor. Zugegeben, ich hatte abends manchmal noch den Rest vom übrig gebliebenem Mittagessen gegessen. Naja seit einem halben Jahr nehme ich nun Schilddrüsenhormone und nehme auch langsam wieder ab. Das das nicht von jetzt auf gleich von statten geht ist logisch. Klar kann man jetzt sagen, "ach, hät die eben aufgepasst", aber bis vor einem halben Jahr wußte ich nicht mal, dass das eine mit dem anderen was zu tun hatte.
Wie gesagt, der größere Prozentsatz ist durch falsche Ernährung und zu wenig Bewegung übergewichtig, mich nervts nur langsam dass das die einhellige Meinung ist, dass das DER Grund für alles ist.
kleinemegahexe - 7. Aug, 01:27