Mittwoch, 22. Januar 2014

Bewerbungen und andere Katastrophem

Als ich mit meinem Chemie-Studium fertig war, kam wer hätte es nicht erraten die Phase der Bewerbungen. Außer Absagen kam aber nichts. Ich fühlte mich wertlos, ungewollt und fragte mich warum ich eigentlich die letzten Jahre mit meinem Studium verbracht habe. Langezeit dachte ich so. Bei den meisten Stellenausschreibungen bekam ich alleine beim Lesen Angst. Habe ich gefragt, ob ich mich überhaupt bewerben sollte. Alles klang so, als wäre die Eierlegende Wollmilchsau verlangt. Das konnte ich doch gar nicht. Zugegeben mein Diplom war jetzt keine 1,0. Aber als ich mich mit meinem mittelmäßigen Diplom einmal beim Arbeitsamt vorstellte, kamda nur ein arroogantes: Ja eigentlich solle ich doch etwas neues studieren und besser abschließen. Ich fühlte mich wie der letzte Dreck.Meine Diplomnote lag bei 2,7.

Dann brach ein Kommilitone seine Doktorandenstelle ab und suchte auch. Und plötzlich sah ich, dass bei ihm auch nur Absagen ins Haus hagelten. Er hatte ein besseres Diplom als ich abgeschlossen. Trat selbstsicher auf. Aber er fand auch keinen Job. Nach zwei Jahren Suche hat er jetzt endlich einen. Zwei Jahre hatte er gesucht. Währenddessen kam im Fernsehen immer, dass Ingenieure gesucht werden und das ganze Blabla. Ich freue mich für ihn, dass er endlich eine Stelle gefunden hat.

Worauf ich eigentlich hinaus will ist folgendes: WIr sind zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten. Er ist wie oben erwähnt selbstsicher, von sich überzeugt und tritt auch so auf. Ich bin dagegen eher zurückhltend, schüchtern und von Selbstzweifeln zerfressen. Wir beide haben lange Zeit keinen Job gefunden. Ich bis heute nicht, ich studiere etwas anderes. Vielleicht hätte ich auch igendwann einen gefunden, wenn ich nicht aufgegeben hätte. Ich hatte Angst. Jeder der meine Noten sieht denkt, mh hätte besser laufen können. Aber wenn man genau hinschaut, liefen Praktika und andere Sachen immer sehr gut bei mir, nur die Abschlussprüfungen habe ich eben immer verhauen. Da ging es ja auch um etwas. Bekommt hier nur jemand einen Job, der entweder alles kann, bei seinem Vorstellungsgespräch den großen Macker raushängen lässt oder einfach dermaßen arrogant ist, dass ihm Absagen nichts ausmachen?

Ich habe immer noch Angst was die Zukunft bringt, aber inzwischen weiß ich, dass es anderen nicht anders geht.

Mädchen-Überraschungsei

Ich gehöre ja noch zu der Generation, in der es nur eine Sorte Ü-Ei gab. Das fand ich eigentlich auch immer ganz gut so. Die Sammelfiguren wollte ich eigentlich eh nie wirklich, ich wollte puzzlen und baun. Als vor ein paar Jahren dann das "Überraschungsei für Mädchen" eingeführt wurde, habe ich mich nur gefragt, was der Mist soll. Ich habe mich nie seltsam gefühlt, wenn meine Mutter meinem älteren Bruder und mir jeweils ein Ü-Ei mitgebracht hatte vom einkaufen. Habe mich nie gefragt, wieso es eigentlich nicht ein extra pinkenes Ü-Ei für Mädchen gibt. Es war eher umgekehrt, dass wir Kinder immer neugierig waren, was drin war und verglichen haben. Am besten war es natürlich, wenn wir beide etwas zum baun hatten und der Wettstreit entstand, wer zuerst fertig war.Aber die Zeiten sind nun ja leider vorbei, da das Ü-Ei für Mädchen so etwas gar nicht mehr zulassen kann. Mädchen müssen sich ja geradezu verpflichtet fühlen dieses pinkene Ü-Ei zu wollen, während die Jungs das als Mädchen-Kram abtun. Sei es wie es ist.Wobei sich für mich persönlich immer die Frage gestellt hat, wieso um allesin der Welt PINK???
Jetzt gibt es seit einigen Wochen im Fernsehen eine Werbung für das "Überraschungsei für Mädchen", in der Barbie in einer 60er Jahre Hausfrauenküche am Herd steht und diese "Köchin" als Traumberuf dargestellt wird. Nun gut wir leben in modernen Zeiten also muss ja ein Stilbruch rein und schwups ist ein anderer Taumberuf präsent, die "Musik-Rockerin".
Entschuldigung, da bekomm ich einfach nur das Würgen. Also ich versetze mich jetzt mal in die Lage eines sagen wir mal 12 jährigen Mädchens. Also entweder man wird Heimchen am Herd (denn eine Profiküche ist das definitiv nicht) oder von der Welt umjubelter Rockstar. Da die Anzahl von umjubelten Rockstars doch eher begrenzt ist, bleibt also nur (bei Betrachtung der Werbung) Heimchen am Herd...
Zugegeben ich war nie ein sonderlich großer Barbiefan, aber genausowenig Fan von Happy Hippos oder was es noch alles an Sammelfiguren gibt. Aber hätte man da nicht einfach mal ein paar realistischerere "Traumberufe" nehmen können, als Köchin in einer Hausküche und Musikrockerin?

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